Kölner Norden

Rennfieber steckte an

Zwei Brüder schnupperten Rennluft bei den "Cologne Classic"

Die Eltern Simone und Torsten Heckel mit ihrem erfolgreichen Radnachwuchs Torben (l.) und Leon, die bei den "1. Schritt"-Rennen des Cologne Classic gut abschnitten. Foto: Benner

Longerich (jb). Ihr Applaus bei der Zieldurchfahrt war fast so stark wie der bei den Profis: Die 5- und 9-jährigen Brüder Torben und Leon Heckel nutzten die 57. Auflage der Traditionsveranstaltung "Cologne Classic", um in ihren Altersklassen zum ersten Mal an einem Radrennen teilzunehmen. Mit Erfolg: Bei den 3- bis 5-jährigen Kindern siegte Torben, in der älteren Kinderklasse belegte Leon den fünften Platz - allerdings war er erster mit einem Tourenrad, hinter vier Konkurrenten auf Rennrädern.

"Beim nächsten Mal leihe ich mir bei meinem Großonkel Willi ein Rennrad aus", erklärte Torben, der ebenso wie sein jüngerer Bruder vom Radrennfieber angesteckt ist. Kein Wunder: Die Familie aus Worringen hat große Vorbilder. Großvater Fritz Heckel war zwei Jahre lang Rennfahrer, ebenso wie sein Bruder Hans-Dieter.

Der dritte Bruder Willi aber war der erfolgreichste der drei und hat eine ganze Reihe von Rennen gewonnen. Noch erfolgreicher allerdings ist ein Cousin der drei gewesen, Wilfried Peffgen, ebenfalls ein Fahrer des Radrennclubs Günther 1921 e.V. Köln-Longerich.
Er ist einer von nur drei Fahrern, denen das Kunststück gelang, das Profirennen des Cologne Classic an zwei aufeinander folgenden Jahren (1964 und 1965) zu gewinnen. Außer ihm schafften das nur Herbert Wallenborn vom RC Adler Köln (1957 und 1958) sowie Marcel Wüst vom Team Festina (1995 und 1996), der heutige Rennleiter. Neben diesen Triumphen war Wilfried Peffgen Olympiateilnehmer 1964, Deutscher Meister 1965, mehrfacher Europameister und dreimaliger Weltmeister der Steher, 1976, 1978 und 1980.

"Ich möchte auch Weltmeister werden", verkündet jetzt Torben Heckel, der derzeit noch als Ringer für die nötigen Kraftreserven sorgt. Wie ernst es den Kindern mit ihren Radsport-Absichten ist, bleibt abzuwarten. Ihre Eltern Simone und Torsten Heckel unterstützen sie jedenfalls bei allen sportlichen Aktivitäten.
"Bei mir hat die sportliche Tradition ausgesetzt, aber ich
hätte nichts dagegen, wenn
sie meine Kinder fortsetzen", lacht Torsten Heckel, der selber aus Longerich stammt und schon viele Ausgaben des Cologne Classic als Zuschauer verfolgt hat.


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